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Bedeutung von: "Sach­wert­ver­fah­ren"

Was bedeu­tet Sach­wert­ver­fah­ren? – Erklä­rung für Immobilien­eigentümer im Wein­vier­tel

Sie möch­ten Ihr Haus im Wein­vier­tel ver­kau­fen und sto­ßen immer wie­der auf den Begriff Sach­wert­ver­fah­ren? In die­sem Arti­kel erfah­ren Sie, was beim sach­wert­ver­fah­ren tat­säch­lich berech­net wird, wann es zur anwen­dung kommt und wie Sie als Eigen­tü­mer davon pro­fi­tie­ren kön­nen.

Wich­tigs­te Punk­te auf einen Blick

  • Das sach­wert­ver­fah­ren ist ein bewer­tungs­ver­fah­ren zur ermitt­lung des sach­wert einer immo­bi­lie – basie­rend auf bau­sub­stanz und grundstücks­wert, nicht auf miet­ein­nah­men.
  • Der Sach­wert setzt sich zusam­men aus: boden­wert, gebäu­de­sach­wert, außen­an­la­gen und markt­an­pas­sungs­fak­tor.
  • Typi­scher ein­satz bei ein­fa­mi­li­en­häu­sern und zwei­fa­mi­li­en­häu­sern zur eigen­nut­zung im länd­li­chen raum – dort, wo ver­gleichs­ob­jek­te feh­len.
  • Wer die Logik kennt, kann Ange­bo­te von Ban­ken, Mak­lern oder einem Direkt­käu­fer wie JA Berg­kes­sel GmbH bes­ser ein­ord­nen.
  • Eine exak­te berech­nung erfor­dert Fach­wis­sen – als Eigen­tü­mer reicht ein über­blick über die metho­de.

Was bedeu­tet Sach­wert­ver­fah­ren genau?

Das sach­wert­ver­fah­ren ist ein wert­ermitt­lungs­ver­fah­ren, das den wert einer immo­bi­lie aus ihren phy­si­schen Bestand­tei­len ablei­tet. Im fokus ste­hen grund und boden sowie das gebäu­de selbst – unab­hän­gig von erträ­gen aus ver­mie­tung.

In öster­reich ist die­ses ver­fah­ren in der ÖNORM B 1802 gere­gelt. Der ermit­tel­te sach­wert wird anschlie­ßend über einen markt­an­pas­sungs­fak­tor an rea­le Kauf­prei­se ange­nä­hert, um zum ver­kehrs­wert zu gelan­gen.

Die vier Bau­stei­ne des Sach­werts:

  • boden­wert (unbe­bau­tes Grund­stück)
  • gebäu­de­sach­wert (her­stel­lungs­kos­ten minus Alte­rung)
  • außen­an­la­gen (Gara­ge, Ter­ras­se, Ein­frie­dun­gen)
  • markt­an­pas­sungs­fak­tor (regio­na­le Markt­la­ge)

Wann kommt das Sach­wert­ver­fah­ren bei Immo­bi­li­en zum Ein­satz?

Das sach­wert­ver­fah­ren ist die regel bei eigen­ge­nutz­ten lie­gen­schaf­ten ohne miet­markt. Klas­si­sche bei­spiel im Wein­vier­tel:

  • Frei­ste­hen­des Ein­fa­mi­li­en­haus in Wil­den­dürn­bach
  • Sanie­rungs­be­dürf­ti­ges Bau­ern­haus in Poy­s­dorf
  • Älte­res Wohn­haus in Laa an der Tha­ya

Typi­sche Situa­tio­nen für den ein­satz:

  • Weni­ge Ver­gleichs­ver­käu­fe in der lage
  • Indi­vi­du­el­le Bau­wei­se ohne Stan­dard­grund­riss
  • Kei­ne nut­zung als Miet­ob­jekt

Bei eigen­tums­woh­nun­gen in Mis­tel­bach mit vie­len Ver­kaufs­da­ten eig­net sich eher das ver­gleichs­wert­ver­fah­ren. Für ver­mie­te­te objek­ten ist das ertrags­wert­ver­fah­ren rele­vant.

Das Bild zeigt ein traditionelles österreichisches Landhaus, umgeben von sanften Hügeln und einem Weinberg im Hintergrund. Diese Immobilie könnte im Rahmen eines Sachwertverfahrens bewertet werden, wobei Faktoren wie der Gebäudewert und der Bodenwert eine Rolle spielen.

Wie wird der Sach­wert einer Immo­bi­lie berech­net?

Die wert­ermitt­lung erfolgt in klar defi­nier­ten schrit­ten. Jeder Bestand­teil wird sepa­rat ermit­telt und am Ende addiert.

For­mel:

Sach­wert = (Boden­wert + Gebäu­de­sach­wert + Außen­an­la­gen) × Markt­an­pas­sungs­fak­tor

Schritt 1: Boden­wert ermit­teln

Der boden­wert beschreibt den wert des unbe­bau­ten Grund­stücks. Die ermitt­lung erfolgt über boden­richt­wert oder Ver­gleichs­prei­se ähn­li­cher Grund­stü­cke.

fak­to­ren für den Boden­wert:

  • Grund­stücks­flä­che in m²
  • Erschlie­ßung (Was­ser, Kanal, Strom)
  • lage (Zen­trum vs. Orts­rand, Aus­sicht, Lärm­be­las­tung)

bei­spiel: 600 m² Bau­grund in Wil­den­dürn­bach × 100 €/m² = 60.000 € boden­wert

Schritt 2: Gebäu­de­sach­wert berech­nen

Der gebäu­de­sach­wert star­tet bei den theo­re­ti­schen her­stel­lungs­kos­ten eines Neu­baus. Die­se basis wird durch alter und zustand redu­ziert (Alters­wert­min­de­rung).

Zusam­men­set­zung der kos­ten:

  • Bau­kos­ten und Bau­ne­ben­kos­ten
  • Tech­ni­sche Aus­stat­tung (Hei­zung, Elek­tro)
  • Stan­dard (ein­fach, mit­tel, geho­ben)

Aktu­el­le Richt­wer­te 2024/2025 lie­gen bei 1.800–2.500 €/m² Brut­to­grund­flä­che. Bei einem 1985 erbau­ten Haus mit teil­wei­ser Sanie­rung kann die wert­min­de­run­gen 40–60 % betra­gen. Eine Kern­sa­nie­rung redu­ziert den abschlag deut­lich.

Schritt 3: Außen­an­la­gen und sons­ti­ge Bestand­tei­le

Zum gebäu­de­wert kom­men anla­gen wie:

  • Gara­ge oder Car­port
  • Gepflas­ter­te Ein­fahrt
  • Ter­ras­se und Gar­ten­haus
  • Ein­frie­dun­gen (Zäu­ne, Mau­ern)

Die­se Bau­tei­le wer­den über Schätz­wer­te erfasst und per addi­ti­on zum bau­wert hin­zu­ge­rech­net. Bei bau­fäl­li­gen Neben­ge­bäu­den kann auch ein nega­ti­ver Wert­an­satz resul­tie­ren.

Schritt 4: Markt­an­pas­sungs­fak­tor berück­sich­ti­gen

Die sum­me aus Boden­wert, Gebäu­de­sach­wert und Außen­an­la­gen ergibt den rei­nen Sub­stanz­wert. Der markt­an­pas­sungs­fak­tor passt die­ses ergeb­nis an die aktu­el­le Markt­la­ge an.

Markt­si­tua­ti­on Fak­tor
Schwa­che Nach­fra­ge (unsa­nier­te Objek­te) 0,85–0,95
Durch­schnitt­li­che lage 1,0
Gefrag­te Rand­la­ge bei Wien 1,05–1,15

Im rah­men der aktu­el­len Zins­la­ge 2024–2026 lie­gen die fak­to­ren im Wein­vier­tel eher unter 1.

Rechen­bei­spiel zum Sach­wert­ver­fah­ren (ver­ein­fach­te Pra­xis im Wein­vier­tel)

Aus­gangs­la­ge: Ein­fa­mi­li­en­haus in einer typi­schen Gemein­de, Bau­jahr 1985, 150 m² wohn­flä­che, 600 m² Grund­stück, teil­sa­niert.

Posi­ti­on berech­nung Wert
Boden­wert 600 m² × 100 €/m² 60.000 €
Gebäu­de­sach­wert 150 m² × 2.200 €/m² = 330.000 € − 50 % Abzug 165.000 €
Außen­an­la­gen Gara­ge + Ter­ras­se 25.000 €
Zwi­schen­sum­me 250.000 €
Markt­an­pas­sungs­fak­tor × 0,95
Sach­wert ~237.500 €

Hin­weis: Dies ist eine ver­ein­fach­te ein­schät­zung. JA Berg­kes­sel GmbH kal­ku­liert bei einem Direkt­an­kauf zusätz­lich Sanie­rungs­auf­wand und Ver­mark­tungs­ri­si­ko ein.

Vor- und Nach­tei­le des Sach­wert­ver­fah­rens für Eigen­tü­mer

Vor­tei­le:

  • Geeig­net für indi­vi­du­ell gebau­te Häu­ser
  • Funk­tio­niert auch ohne ver­gleichs­ob­jek­te
  • Trans­pa­ren­te Nach­voll­zieh­bar­keit der Bau­tei­le
  • fokus auf rea­le Sub­stanz

Nach­tei­le:

  • markt­an­pas­sungs­fak­tor teil­wei­se pau­schal
  • Feh­ler­an­fäl­lig bei fal­scher zustand-ein­schät­zung
  • Per­sön­li­che Bin­dung beein­flusst den immo­bi­li­en­wert nicht
  • Kom­ple­xe Tabel­len für Lai­en schwer über­schau­bar

Unter­schied zu Ver­gleichs­wert­ver­fah­ren und Ertrags­wert­ver­fah­ren

ver­fah­ren basis Typi­scher ein­satz
Sach­wert­ver­fah­ren bau­sub­stanz + boden Eigen­ge­nutz­te EFH im länd­li­chen raum
Ver­gleichs­wert­ver­fah­ren Rea­le Kauf­prei­se ähn­li­cher Objek­te woh­nung in Mis­tel­bach, Rei­hen­häu­ser
Ertrags­wert­ver­fah­ren Künf­ti­ge miet­ein­nah­men Zins­häu­ser, Gewer­be­im­mo­bi­li­en

Ein sach­ver­stän­di­gen oder erfah­re­ner Direkt­käu­fer wählt das pas­sen­de ver­fah­ren – oder kom­bi­niert sie prag­ma­tisch.

Was bedeu­tet das Sach­wert­ver­fah­ren für Ihren Immo­bi­li­en­ver­kauf im Wein­vier­tel?

Mit Grund­kennt­nis­sen zur bewer­tung kön­nen Sie Ange­bo­te bes­ser ein­ord­nen:

  • Mak­ler­ver­kauf: Oft opti­mis­ti­sche Prei­se, lan­ge Ver­mark­tung
  • Pri­va­ter Ver­kauf: Hoher Auf­wand, Besich­ti­gungs­tou­ris­mus
  • Direkt­an­kauf durch JA Berg­kes­sel GmbH: Pro­vi­si­ons­frei, schnel­le Ent­schei­dung, trans­pa­ren­te Begrün­dung

Als regio­na­ler Exper­te mit Sitz in Wil­den­dürn­bach kennt JA Berg­kes­sel GmbH die markt-Gege­ben­hei­ten im Wein­vier­tel aus lau­fen­den Ankäu­fen. Sie erhal­ten eine kos­ten­lo­se, unver­bind­li­che ein­schät­zung Ihrer immo­bi­lie – ohne ver­steck­te Gebüh­ren.

Inter­es­se? Besu­chen Sie bergkessel.at für eine dis­kre­te Erst­be­ra­tung.

FAQ zum Sach­wert­ver­fah­ren bei Immo­bi­li­en

Hier fin­den Sie Ant­wor­ten auf häu­fi­ge Fra­gen, die im Arti­kel noch nicht voll­stän­dig behan­delt wur­den. Die infos sind pra­xis­nah für Eigen­tü­mer im Wein­vier­tel for­mu­liert.

Kann ich den Sach­wert mei­ner Immo­bi­lie selbst berech­nen?

Eine gro­be Über­schlags­rech­nung ist mög­lich (Grund­stücks­flä­che × Richt­wert + wohn­flä­che × pau­scha­ler Bau­kos­ten­wert). Für ver­bind­li­che Ent­schei­dun­gen – Ver­kauf, Erb­schaft, Bank­ge­spräch – soll­ten Sie auf einen immo­bi­li­en­gut­ach­ter oder erfah­re­nen Direkt­käu­fer set­zen. Klei­ne Feh­ler kön­nen 50.000 € Unter­schied bedeu­ten.

Wie oft soll­te der Sach­wert neu berech­net wer­den?

Bei Ver­kaufs­ab­sicht emp­fiehlt sich eine aktu­el­le bewer­tung, beson­ders wenn die letz­te über 3–5 Jah­re zurück­liegt. Die her­stel­lungs-kos­ten sind 2021–2024 um 15–20 % gestie­gen – alte rech­ner-Ergeb­nis­se pas­sen oft nicht mehr.

Wie wir­ken sich Reno­vie­run­gen auf den Sach­wert aus?

Ener­ge­ti­sche Sanie­run­gen (Däm­mung, neue Fens­ter, moder­ne Hei­zung) redu­zie­ren die Alters­wert­min­de­rung erheb­lich. Eine Kern­sa­nie­rung 2022 mit Wär­me­pum­pe kann den gebäu­de­wert um 20–40 % gegen­über unsa­nier­tem zustand stei­gern. Rein opti­sche Auf­wer­tun­gen wie eine Design­kü­che brin­gen weni­ger.

War­um weicht die Bank­be­wer­tung vom Kauf­an­ge­bot ab?

Ban­ken bewer­ten kon­ser­va­ti­ver – ihr Belei­hungs­wert liegt bewusst unter dem markt-Preis. Ein Inves­tor kal­ku­liert zusätz­lich Sanie­rungs­kos­ten und Risi­ko ein. JA Berg­kes­sel GmbH erklärt trans­pa­rent, wie sich das Ange­bot zusam­men­setzt.

Eig­net sich das Sach­wert­ver­fah­ren für alte Bau­ern­häu­ser?

Grund­sätz­lich ja, aber die ermitt­lung ist kom­plex. Bei stark sanie­rungs­be­dürf­ti­gen objek­ten kann der gebäu­de­wert mini­mal oder nega­tiv sein – der boden­wert domi­niert. Las­sen Sie sol­che Hof­stel­len durch regio­na­le Exper­ten mit Alt­bau-Erfah­rung bewer­ten.


Bei Fra­gen hilft Ihnen JA Berg­kes­sel GmbH ger­ne per­sön­lich und dis­kret wei­ter.

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